4 ist eine Unglückszahl

In der Nacht von Sonntag auf Montag war ich endlich in meiner neuen Heimat. Beijing. Zum Glück stellte sich das Nasehochziehen der Passagiere im Zwei-Minuten-Takt nicht als Gesetzmäßigkeit in Pekinger Alltag raus. (Es sind tatsächlich etwas über 6 Minuten.)

Sebastian und Sebastian (Kollegen aus Kreation und Beratung) holten mich mit einem Bier und einem Krähenfuß ab. Von da ging es in meine “neue Wohnung”. Ist ganz nett, aber ich denke ich werde nicht mehr als ein Monat hier verbringen.

Der erste Tag in Peking fing mit einigen (üblichen) Behördengängen an, bevor es ins Büro ging. Wer der Meinung ist, dass Deutschland zu bürokratisch ist, sollte mal nach Peking kommen. Es wird für alles ein Antrag benütigt oder irgendwas muss kopiert werden.

Die Strecken werden fast alle mit dem Taxi zurückgelegt. Das Interessante ist, dass siche meine Deutschen Kollegen scheinbar besser auskennen als die Taxifahrer. Dann sagt man denen nur grob die Gegend und macht den Rest auf Chinesisch mit “Geradeaus. Rechts. Links. Halten.”

Das Bürogebäude ist von außen und innen ziemlich beeindruckend. Ein sehr modernes Hochhaus, allerdings mit Fahrstühlen, auf die man lange wartet und die einen auch sehr langsam ans Ziel bringen, vor allem wenn die Büroeingänge auf dem höchsten Stockwerk liegen, dem 25sten. Naja offiziell zumindest.

Aufzug

Denn wie in vielen westlichen Ländern fehlt auch hier der 13te Stock. Allerdings ist Erdgeschoss nicht Erdgeschoss, sondern ‘1′ und alle Stockwerke, die eine ‘4′ beinhalten, wurden auch weggelassen: 4, 14, 24. Ich frage mich, was die machen, wenn ein Gebäude 50 Stockwerke hat. Kommt, nach ‘39′ die ‘50′? Auch ist mir nicht ganz klar, warum es keine ‘2′ und ‘3′ gibt. Ist vielleicht ein bisschen wie bei “Being John Malkovich.”

Empfang

Der Empfang ist dann auch ziemlich beeindruckend. Sehr schön designt, eine coole Atmosphäre mit viel chinesischem Touch. Die Büroräume selber halten dann aber nicht das, was der Empfang und die Meetingräume versprechen. Zumindest nicht, wenn man nicht der Boss von dem Laden ist. Die wenigen Planner hier hat es aber noch sehr gut erwischt. Wir sitzen zu dritt in einem Raum, der als Meetingraum gedacht war. Netter Raum mit geiler Aussicht.

Büro 1

Blick von meinem Platz

Aussicht aus dem Büro

Ach und ganz oben über dem ’27sten’ Stcokwerk (die Büroräume erstrecken sich über drei Stockwerke) ist noch eine ziemlich große Terasse. Man kann da chillen, im Sommer bestimmt gute Parties feiern, man kann aber auch Basketball spielen. Ein ziemlich geiler Court auf dem 28sten Stock mit Blick über Peking. Die Bilder dazu gibt es aber erst beim nächsten Mal.

6 Kommentare

  1. tja. dann bist du jetzt also angekommen. ich warte auf viele spannende geschichten. wann gehts denn mit der wg los??

  2. Bball-Court im 28ten, ich bin bald am Start!

  3. also mit dem court auf dem dach haste den vogel ja wohl abgeschossen. freu mich auf die bilder. wußtest du das vorher? und liest dein chef eigentlich dein blog? mal sehn, ob du deinen büroraum noch lange behälst =) oder ob du in den vierten stock verschwindest.
    dass die bei den etagen auch die 4 weglassen hab ich ja noch nie gehört, wie bescheurt ist das denn? bei uns wurde der aberglaube ja mit dem monotheismus abgeschafft, aber wie ist das denn da mit der rolle der religion? ist gott™ eine geschützte wortmarke =) naja besser nicht abergläubisch sein… bringt unglück.

    cheers
    tobi

  4. ist dein blog kaputt oder musst du die beiträge erst freischalten?

  5. hm, jetzt gehts auf einmal

  6. sorry jungs,

    ich konnte die letzten 2 1/2 wochen nichts schreiben, kommentieren, freischalten, etc.

    hoffe, dass es jetzt erstmal geht…


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