Wenn einfach einfach nicht reicht

Und schon wieder Zigaretten…

Wer ein guter Marketer sein will, weiss natürlich was seine Zielgruppe sich am meisten wünscht. Bei Zigarettenrauchern ist das meist Geselligkeit, Entspannung, Genuß oder was sonst glücklich macht. Warum also lange um den heissen Brei herumreden…

Und da alle Zigaretten irgendwie glücklich machen, braucht man noch ein Einzelstellungsmerkmal und jeder weiss ja, dass doppelt besser hält und deshalb auch glücklicher macht und überhaupt und so weiter…

doubletrouble

Cradle to Cradle – Blog to Blog

Einer meiner absoluten Lieblingsblogs ist Hochparterre Peking. Falk schreibt sehr interessant über China, Architektur, Stadtplanung, Leben und dem Rest. Und da sein Blog auch noch umweltfreundlich ist, hat er auch eine Kategorie Buchrecycling, wo er höchst umweltfreundliche Bücher verlost, die er vorher natürlich alle selbst gelesen hat.

Meine Internetsucht Wie es der Schicksal wollte, hat mich das Glück erwischt und so kam es vor einer Woche zu einem Übergabetermin im Tree in Sanlitun. Und da Falk nicht nur virtuell interessant ist, haben wir noch einige Bier lange über China, Architektur, Stadtplanung, Leben und dem Rest gequatscht.

Natürlich hab ich mir sein Beispiel zum Vorbild genommen und werde dieses Buch auf die gleiche Art und Weise weiterverlosen wie Falk. Sobald ich das Buch zu Ende gelesen habe, wird der jenige, der als letztes ein Kommentar in diesem Beitrag hinterlassen zum Gewinner.

Cradle to Cradle: Remaking the Way We Make Things von William McDonough and Michael Braungart

Und falls ihr noch weitere Motivation braucht: Die Seiten von diesem Buch sind nicht aus Papier, sondern aus (bestimmt sehr umweltfreunlichem) Plastik. So kann das Buch sicherlich noch über viele Genrationen weiter verlost werden.

Chinesischer Fussball ist eine Schande fürs Vogelnest.

Jetzt wo die olympischen Spiele vorbei sind, gibt es hier ein paar gigantische und spektakuläre Sportstätten, die darauf warten andersweitig genutzt zu werden. Zum Beispiel werden in der Basketballhalle Vorbereitungsspiele der NBA ausgetragen. Die größte Herausforderung wird wohl das Vogelnest darstellen. 90.000 Sitzplätze warten in einer athmosphärischen Arena darauf ausgefüllt zu werden.

Chinesischen Fußball wird es hier allerdings vorerst nicht geben. Und das obwohl es einen Pekinger Club (immerhin der chinesische Vizemeister Beijing Guo’an) gibt, der drüber nachgedacht hatte in dieser Saison dort ein Heimspiel auszutragen. Allerdings möchte der Stadionmanager nur hochklassige Events im Birds Nest haben. Und selbst der Clubbesitzer sieht ein dass der chinesische Fußball nicht dazu gehört.

Chinese Super League (CSL) runners-up Beijing Guo’an had shelved a plan to play home games there next season, as the stadium manager said it would host only „high quality“ events, the Beijing Evening Post said.
„We don’t want to put any shame on the Bird’s Nest,“ club owner Guo’an Group’s vice president Luo Ning was quoted by the paper as saying. „The Bird’s Nest is certainly great. But currently, Chinese football does not deserve it,“ Luo said.
(via Guardian)

Rauchen für ein langes Leben?

Eine Frage, die man sich als Werber manchmal stellen muss: Wie weit ist man bereit zu gehen, ohne die eigenen ethischen Grundsätze zu korrumpieren? Ist man bereit für alkoholische Getränke zu werben? Will man für politische Zwecke werben? Und wie stehts mit der Zigarettenindustrie?

Die letzte Frage würde ja nicht so schwer fallen, wenn Zigaretten nicht ungesund oder schädlich wären. Wenn sie keine Krankheiten verursachen würden. Wenn sie vielleicht sogar dafür sorgen könnten, das man länger lebt!

(Zigarettenmarke aus Taiwan)

Hunde, die reisen, bloggen nicht.

Jaja, ich weiss. Ruhig ist es hier geworden, und das obwohl ich Besserung gelobt hatte… Aber jetzt bin ich mal ehrlich und sage: In den nächsten 3 Wochen wird das nix. Endlich mal Urlaub und ein Vorteil an Beijing ist, dass die Flüge nach Südostasien keine 16 Stunden dauern…

Verspreche Hoffe, aber dass ich dann wieder etwas fleissiger werde. Habe eigentlich viel zu erzählen und ich hoffe, dass ich nicht allzu viel davon im Urlaub vergesse. In der Zwischenzeit werde ich vielleicht weiterhin twittern, wenn ich denn mal online sollte. Weil twittern ist in Beijing voll im Trend.

Und bevor ich in die Sonne Regenzeit fliege, möchte ich noch eine Geschichte zum Besten geben: Wenn man vegetarische Eltern und die einen in Peking besuchen, hat das einen Vorteil. Endlich gibt es keine Diskussionen, wenn man ein vegetarisches Restaurant vorschlägt. Wie zum Beispiel das Veg-On im neuen Einkaufscenter Solana.

Meine Eltern waren schon da, da ich wieder Überstunden machen musste. Irgendwann bekomme ich einen Anruf und es ist das Restaurant, die mir den Weg erklären wollen. Normalerweise läuft das ja umgekehrt.

Eine halbe Stunde vor Mitternacht kam ich dann auch an, das Center hatte schon zu. Kaum steig ich aus dem Taxi und da steht jemand, der mich erwartet. In gebrochenem Englisch sagt er mir, dass das Restaurant schwer zu finden sei und er mich hinbegleitet. Wir sind die letzten Gäste, aber der Service lässt nicht vermuten, dass man uns loswerden will. Am Ende gibt es sogar noch ein kleines Geschenk für meinen Vater, der ja im gleichen Gewerbe ist.
-Achtung Reklame!- Und zwar das wundervolle Restaurant Zodiac in Essen. Internationale, vegetarische Küche aus kontrolliertem Anbau in einer spirituellen Atmosphäre. Unbedingt hingehen: Zodiac ;-)

Naja, das eigentlich witzige war aber erst eine halbe Stunde später…

Das nennt man dann wohl Direct Marketing.

DON’T DO IT!

2008 bot den offizielen olympischen Werbepartnern ganz klare Wettbewerbsvorteile. Adidas, McDonalds, Lenovo, Coca Cola und die anderen durften Beijing zupflastern. Die Konkurrenz hatte das Nachsehen. Bei einer attraktiven Werbefläche musste man schnell zuschlagen. Leider reichte die Zeit dann nicht immer, um das Motiv an die Standorte anzupassen…

(via Frostfirezoo)

Wenn Zigaretten telefonieren könnten

Vom HiPhone hab ich ja schon berichtet. Jetzt geht die Revolution der Mobiltelefon-Technologie in die nächste Runde.

Blogger Olympiade Beijing 2008?

Ich bin jetzt ein bisschen spät dran, aber besser 10 Tage zu spät als gar nicht… Am ersten Wochenende der olympischen Spiele kam es ganz unverhofft zu einem Gipfeltreffen zwischen Shanghaier und Beijinger Chinablogger. Vertreter vom Chinablog.ch, vom HimbeerReis und vom sOjahund waren gerade dabei Vollgas zu geben die ersten Ergebnisse der Spiele zu diskutieren, als sie mehr oder weniger zufällig aufeinander aufmerksam wurden.

Und gibt es einen passenderen Art für ein Gipfeltreffen als das Olympiahaus der neutralen Scweiz im 798? Der Autor des Kölner Wolfsburger Chinablogs One world, One Dream war übrigens auch anwesend und gemeinsam wurde … watt weiss ich watt da gemacht wurde! Aber der Abend war in Ordnung. Datt kann ich sagen.*

von l.n.r.: tOfuhund, Erdbeertoni, Frau Ski, Herr Lai Hu Riu (alle Namen geändert)

*frei nach Bang Boom Bang.

Denn er wusste nicht was sie tun…

Aller guten Dinge sind drei. Nach Ronaldo und Beckham gibt es jetzt auch Dwyane Wade als unfreiwilligen Testimonial. Nach dem Motto One becomes effective for man only ziert sein (vom Cover eines Videospiels geklautes entliehenes!!!) Bild die Packungen von „SUEPER SEX“ Time delay capsules.

Vielleicht reicht ja seine Zeit in China dafür neben einer Bronze Goldmedaillie auch eine Klage zu gewinnen.

via
Deadspin, Sportsbusinessdigest und Blacksportsonline

Verrückt nach Englisch

Was mich bislang mit am meisten beeindruckt bei den olympischen Events, sind die Volunteers. Immer freundlich, immer mit einem Lächeln und stets hilfsbereit. Sie helfen einem wenn man Hilfe braucht. Und sie verlieren selbst dann nicht die Geduld, wenn man sie zwei Stunden volllabert warum man ein Atlethenticket hat, aber keinen Athetenpass. Und sie sprechen zu dem erstaunlich gutes Englisch.

Angeblich wird es bald in China mehrere Hundert Millionen Menschen geben die Englisch können. Wär schön, wenn das auch in meinem Umfeld passiert.

via Ralf Schreck.

Olympische Vorspeisenplatte Teil 1

Ja, ich weiss. Es ist unfair. Jetzt bin ich schon knapp 10 Monate hier, schreibe mehr oder weniger regelmäßig und kaum fangen die olympischen Spiele an, kommt gar nix mehr. Mea Culpa. Eine Woche haben wir ja noch, da werde ich versuchen fleissiger zu sein. Und heute werde ich mal direkt ein paar gesammelte Eindrücke teilen…

Eröffnung
Die Eröffnungsfeier war beeindruckend, sehr professionell gemacht, aber für meinen Geschmack auch etwas seeehr laaaang. Wir haben das auf der Dachterasse einer sehr schönen Bar gesehen (Das Obiwan am XiHai) und die Stimmung hatte was vom Public Viewing während der WM in Deutschland. Aber das letzte Land (Gastgeber China) einmarschiert, waren wir auch so froh, dass es gleich vorbei ist, dass wir einen der größten Marketingcoups der Spiele verpasst haben:

Li Ning
Als die Volksrepublik China 1984 zum ersten Mal bei den olympischen Spielen teilgenommen hat, ist ein Gymnast namens Li Ning durch Gewinn von 6 Medaillien zum Volksheld geworden. 6 Jahre später hat er dann seine nach ihm benannte Sportartikelfirma gegründet. Mit Hilfe eines von Nike kopiertem Logo und einem von adidas kopierten Slogans Die Marke Li Ning hat es mittlerweile zur klaren Nummer drei in China geschafft, nur wenige Prozentpunkte hinter den Konkurrenten aus Deutschland und USA. Der Olympiaheld Li Ning durfte das olympische Feuer auf spektakuläre Art und Weise entzünden, der Marke Li Ning wird das wohl nicht schaden. Anything is possible.

Mein erstes Mal Olympia
Letzte Woche Samstag, hatte ich immer noch keine Karte für ein olympisches Event. Sonntag Nacht hatte ich schon zwei Veranstaltungen auf dem Buckel. Aber alles der Reihe nach. Sonntag früh haben Himbeertoni und ich eine frühere Kollegin und Gründungsmitglied des Praha Drinking Teams vom Flughafen abgeholt. Sie ist hier weil sie die deutsche Hockeymannschaft anfeuern will. Da ihr Freund zu dieser Mannschaft gehört, kommt er auch an Frei- oder verbilligten Karten zu olympischen Events ran. Deshalb sassen wir auch 6 Stunden später im Beijing Sports Gymnasium und waren Zeuge wie Deutschland gegen Korea gewonnen hat.

Das Highlight
Um 6 war das Handballspiel vorbei um 8 stand ich vor der Basketballhalle. Es war im Endeffekt zwar sehr kompliziert mit einer Athletenkarte reinzukommen, wenn man keinen Athletenpass hat, aber Teamjacke, Trikot und viel Überzeugungsarbeit haben am Ende doch noch geholfen. Um 10 Uhr sass ich dann in der Halle und war Zeuge eines der größten Spektakels des Spiele bislang. Basketball. USA gegen China. Und das von der vierten Reihe hinter dem Korb. Die Stimmung war unglaublich. Das Spiel sogar eine Halbzeit lang sehr spannend, danach wenigstens spektakulär. Auf jeden Fall unvergesslich.

Fotos werden nachgereicht…

Nichts geht mehr

Auf der weltgrößten Sport-Messe konnten sich Fachbesucher schon von adidas‘ lockerer Einstellung gegenüber ihrem eigenen Slogan überzeugen. Jetzt wird das ne Nummer größer und für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

So gesehen in Shanghai…

Kreative Schaffenspausen, Freunde und Theorien

In den letzten Wochen, war es um diesen Blog sehr ruhig geworden. Aber Gott sei Dank hatte das weniger mit beruflicher Überlastung zu tun, sondern mit ganz besonderem Besuch aus der Heimat. BIG World – small World reunited – und das in Beijing.

Die beiden Jungs mit denen ich vor genau 4 Jahr auf Weltreise war, sind gerade hier zu Besuch und halten mich ganz schön auf Trab. Da fällt es mir schwer zu sagen, dass ich schnell noch bloggen muss, bevor wir was unternehmen können. Da sie auch noch weitere 12 Tage hier sind, könnte das auch die nächsten Tage ruhig bleiben, wobei ich versuchen werde, vielleicht doch noch was zu posten. Ansonsten könnt ihr natürlich weiterhin meinen Twitter verfolgen. Das kostet mich weniger Zeit und deshalb bin ich da noch immer aktiver.

Aber bevor ich wieder für ein paar Wochen in der Versenkung verschwinde, habe ich noch ein kleines Versöhnungsgeschenk. Eine eigens aufgestellte Theorie über die ganzen jungen Expats, die hier rumlaufen ohne ein Wort Chinesisch zu sprechen. Leute, die mich tagtäglich umgeben. Leute, die ich regelmäßig kennenlerne und abends im Club wiederbegegne. Leute wie ich.

ich habe es dieses Mal auf Englisch geschrieben, weil ich sie auch mit nicht deutschsprachigen Expats teilen wollte und gespannt bin auf ihre Reaktionen. Also liest sie Euch durch und kommentiert was das Zeug hält:

BEIJING GAS THEORY

Die Ursache allen Übels?

Klar, sie sind Statussymbole, ein Zeichen von Wachstum und sie schaffen Arbeitsplätze – nicht wenige in der Werbeindustrie ;-)

Der Preis: Schlechte Luft, Lärm, Baustellen, vollgestopfte Straßen und die Gefahr ständig überfahren zu werden.

via Danwei und Ina (Ina war in China und ist jetzt ein Panda in Uganda und hat einen wirklich lesenswerten Blog)

From Physical War to a „Little Pussy Cat“

Freitag gabs noch Krieg, aber so schnell kanns gehen…

Neulich bei Skype

Wenn man in seinem Skype-Profil China als Land eingetragen hat, passiert das immer wieder, dass man von Fremden angeschrieben oder „geaddet“ wird. Mal nur zum chatten, mal will jemand etwas verkaufen. Mal suchen sie einen Freund, mal einen deutschen Sprachlehrer oder einen „geschäftlichen Kontakt“.

Heute lags am Karma.

Neulich bei skype

Wenn man Orangen mit Äpfeln vergleicht…

Sachen gibts, die gibt es gar nicht. Offiziell gibt es das iphone in China gar nicht. Trotzdem ist es eines der meistverbreitesten Mobiltelefone in meinem Bekanntenkreis. Für umgerechnet nicht einmal € 400 kriegt man hier gecrackte Versionen (natürlich „vertragsfrei“), nicht selten Re-Importe aus Europa oder den Staaten.

Für Westler klingt das ja nicht viel, bei vielen Chinesen übersteigt das allerdings das Budget. Gott sei dank gibt es da einen Hersteller, der eine preiswertere Alternative anbietet:

Das „HiPhone“ von iorange kostet bei der chinesischen Version von eBay nicht einmal € 120, und ist eine 1zu1 Kopie. und bietet in Sachen Funktionalität und Design fast alles, was das Original hat.

Das brandaktuelle HiPhone von iorange

Komik ist Tragik in Spiegelschrift

Vor einer Woche war in China die weltgrößte Sportmesse. Kein Wunder. Der Markt hier verspricht Wachstum, nicht nur wegen Olympia. Und es fiel schon sehr auf, wie internationale Marken versuchen sich anzubiedern an die Gegebenheiten des chinesischen Markets anzupassen. „Weniger auf Englisch kommunizieren und mehr auf Chinesisch setzen“ schien das Motto zu sein.

Die Schattenseite: unmöglich auch noch das Englische gegenzuchecken.

Impossible is nothing???

Stell Dir vor: Die EM läuft und keiner kanns sehen

Basketball in China ist groß. Wenn man nach absoluten Zahlen geht, größer als Fußball in Deutschland. Und sogar größer als Basketball im Mutterland USA. Angeblich gibt es mittlerweile 300 Millionen NBA Fans und ca. 100 Millionen davon schalten bei den Spielen ein.

Als die chinesische Regierung drei Tage Trauer ausgerufen hat, mussten diese doppelt trauern: für die Erdbebenopfer und weil die ausführliche Basketballberichterstattung während der NBA-Playoffs aussetzen musste. Überhaupt durfte drei Tage lang gar kein Sport im Fernsehen gezeigt werden. Weder auf den Sportsendern, noch in den Nachrichten.

Ab dem 22. Juni sollte alles wieder zur Normailtät zurückkehren, oder eben das was man in China Normalität nennt. Die Sportübertragung wurde wieder aufgenommen. Auch das erste Halbfinalspiel der NBA (Jedes NBA Halbfinale kann maximal über 7 Spiele gehen). Danach war aber Schluss.

„These games are not in accordance with the atmosphere of the nation after the devastation of the earthquake. They are too entertaining“

(Jiang Heping, director of the state TV sports channel)

Merkwürdigerweise durften andere Sportarten aber ganz normal gezeigt werden. Woran liegts? Wohl kaum, weil diese nicht so unterhaltsam sind wie Basketball. Das Hin-und-Her wäre wohl niemals passiert wenn einer der beiden chinesischen NBA-Spieler im Halbfinale gestanden hätte. Außerdem gibt es genug Hinweise auf … Überraschung … politische Gründe.

In den letzten Wochen hatten sich einige NBA-Spieler zu der Situation in Darfur geäußert, wobei China nicht immer gut weggekommen ist. Ein Zusammenhang wurde zwar wieder bestritten, aber das heisst ja nicht unbedingt was.

Heute läuft das erste Spiel der NBA-Finals. Auch im chinesischen Fernsehen. Gibt es einen Zusammenhang mit einer 2 Millionen $ Spende der NBA?

Ich muss jetzt weitergucken. Das Spiel ist spannend und wer weiß ob das zweite Final-Spiel auch noch im Fernsehen läuft.

China aus den Augen eines nichtvegetarischen Fotografen

Es gibt Menschen, die behaupten Werber sind Künstler. Das trifft sicherlich auf einige zu, auf mich aber leider nicht. Umso mehr schätze ich es, dass ich – über den Job oder Kollegen – auf Menschen treffe, die diese künstlerische Gaben haben. Ob es die visuelle Vorstellungskraft von Art Directoren ist oder die pure Kraft die gute Copywriter in wenige Worte stecken.

Frank Widemann zeichnet ein ganz besonderes Auge aus. Er ist Fotograf und zudem ein sehr guter Freund meines Kollegen Markus, den er vor kurzem hier besucht hat. Auf seiner Reise durch China sind einige wunderschöne Aufnahmen entstanden, die er in einem pdf zusammengestellt hat.
(3,6 MB oder aufs Bild klicken)

„Man reist nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.“ (J. W. Goethe)

Frank Widemann

(Frank Widemann’s Homepage: frankwidemann.com)

Warum Kröten ein besseres Image brauchen.

Eine der ersten Lektionen, die man durch die in der Werbung erhält:
Image ist alles.

Image ist der Grund, warum ein Baumwoll-T-Shirt mehr als 200 Euro kostet. Und Image ist auch der Grund, warum 3 Euro für ein Kaffee selbstverständlich klingen. Ein schlechtes Image oder gar kein Image ist wiederum der Grund warum sich etwas trotz überlegener Qualität oftmals nicht durchsetzt.

Kröten haben nicht gerade das beste Image. Sie gelten weder als besonders intelligent, noch als besonders niedlich. Deshalb interessiert sich auch kaum jemand für sie. Dabei können sie mehr, als Fliegen zu fangen und – wenn man Fleischessern Glauben schenken mag – gut zu schmecken. Zum Beispiel Erdbeben vorherzusehen.

Während hochentwickelte Technologien (Earthquake Hazards Programs) nicht in der Lage waren die Naturkatastrophen vorherzusagen, startete eine Woche vor dem Erdbeben eine hunderttausendfache Krötenwanderung, die allerdings nicht von Menschen ernst genommen wurde. Wieder einmal Beweis, dass die Natur ein uns überlegenes Erdbebenfrühwarnsystem hat.


(Das Bild stammt von Weirdasianews)

Schweigeminuten und Hupkonzerte

Bevor jemand einen falschen Eindruck erhält, möchte ich gerne noch ein paar Worte loswerden: Die Ereignisse 1500 km entfernt sind schockierend für mich. Tat für Tag sieht man neue Bilder, die zeigen dass die Ausmaße der Zerstörung schlimmer sind als es meine Vorstellungskraft zulässt. Ich habe volles Mitgefühl mit den Betroffenen in den Erdbebengebieten und möchte auf keinen Fall respektlos erscheinen. Diesen Blog hab ich angefangen, um einige der Dinge zu teilen, die ich hier tagtäglich wahrnehme. Und dazu gehören momentan nunmal auch solche …

Schweigeminuten gibts nicht so schnell in China. Eine Kollegin vom Himbeertoni meinte sogar nach dem Erdbeben: “Eine Schweigeminute gibt es nur, wenn ein Regierungsoberhaupt stirbt. Nicht bei Erdbeben.”

Aber wie schon heute früh geschrieben, macht die Regierung bei einer Katastrophe von solchen Ausmaßen doch mal ne Ausnahme. Und zwar gleich drei Mal. Heute, morgen und übermorgen um genau 14:28 wird für jeweils drei Minuten geschwiegen, still gestanden und gehupt, was das Zeug hält.

Wie zu sehen in diesem Video. Ich kann nur empfehlen, das Video ganz anzuschauen und zwischendurch auch mal den Ton auszumachen. Denn Schweigeminuten in China sind doch etwas anders …

(Dank geht an Raphael, der das Video online gestellt hat)

Die lauteste Schweigeminute der Welt?

Genau eine Woche nach dem Erdbeben erreichte mich heute diese Nachricht:

China Government has just released announcement. In order to show the sincere condolences to the victims in SiChuan province’s earthquake, China Government has announced that May 19 to May 21 2008 are the domestic condolence days. During this period, the entire Country and overseas departments will have half-mast, stop all public entertainments, and at 14:28pm May 19th, 2008, domestic nationals will stand in slient tribute for 3 minutes, all horns of automobiles, trains, watercrafts, alarms will be whistled for national condolences.

Hab ich das richtig verstanden? Drei Schweigeminuten in denen alle hupen sollen, was das Zeug hält? Scheinbar ja. Ich frage mich allerdings auch, ob man den Unterschied zum sonstigen Dauer-Hupkonzert hören wird. Die Antwort gibts dann entweder hier oder per Twitter